🧶 Garnreste verwerten – Ein bekanntes Problem für Strick- und Häkelfans
Seien wir ehrlich: Wer schon einige Jahre häkelt oder strickt, kennt das Problem. Irgendwann sammelt sich mehr Garn an, als man tatsächlich verbrauchen kann. Bei mir kam ein großer Teil meines Vorrats aus Second-Hand-Funden oder als Geschenke von Bekannten meiner Oma. Ein Luxusproblem? Vielleicht. Doch mit vier prall gefüllten Kallax-Körben voller Garn, das ich nicht selbst ausgesucht habe, wurde die Situation für mich zur Herausforderung. Die Farben waren nicht meine, das Material nicht ideal, und so entstand ein ständiges Gedankenkarussell: Spenden? Verschenken? Eine Strickmaschine kaufen und Mützen in Serie produzieren?
Zusätzlich fanden sich in meinem Kleiderschrank einige selbstgestrickte Projekte, die ich nicht trug. Also wurden sie kurzerhand aufgeribbelt und zum "noch zu verwenden"-Stapel hinzugefügt.
🧵 Mein Stashbusting-Projekt: Decken häkeln aus Restgarn
Im Januar begann ich bereits mit einer ersten Decke, doch schnell wurde mir klar: Es werden noch mehr Decken folgen. Also erklärte ich den Februar zu meinem Stashbusting-Monat! Mein Ziel: Die ungewollten Farben (vor allem viel Neon und Rottöne) sowie zu steife Acrylgarne loswerden.
Ein weiterer Grund: Ich möchte in Zukunft nur noch Garn kaufen, das ich selbst bewusst auswähle. Zudem sollten meine Schrankfächer und der Bereich unter meinem Arbeitstisch wieder aufgeräumt sein – mehr Beinfreiheit und mehr Platz für Kleidung, die richtig hängen kann.
⭐️ Mein erstes Projekt war die 6-Day-Star-Decke von Betty McKnit, für die ich über 600 g steifes Acrylgarn in Violett und sattem Gelb verbrauchte. Doch da Bettys Anleitungen urheberrechtlich geschützt sind und ich mir die Möglichkeit offenhalten wollte, eigene Projekte eventuell zu verkaufen, musste eine neue Idee her.
⭐️ Also entschied ich mich für einen Granny-Stitch-Stern mit 8 Spitzen – eine einfache, aber effektvolle Alternative. Doch nach drei solchen Decken wurde es mir zu mühsam, denn die äußeren Reihen dauerten zwischen 30 bis 40 Minuten. Also wechselte ich zu rechteckigen Decken.

Meine Stashbusting-Projekte im Februar:
✔️ 6-Day-Star-Blanket (Gelb/Violett) 564g
✔️ Granny-Sternendecke (Grün) 567g
✔️ Granny-Sternendecke (Blau/Grau) 584g
✔️ Granny-Sternendecke (Weiß/Pink) ca.550g
✔️ Moss-Stitch-Decke (Rosa/Rot) 849g
✔️ Block-Stitch-Decke (Sage-Eucalyptus/Neon-Gelb) 815g
Das nenne ich mal nachhaltiges Häkeln, doch selbst nach sechs gehäkelten Decken war immer noch ungewolltes Garn übrig. Meine nächste Idee: Buchhüllen und gestrickte Haargummis! So bekomme ich noch mehr Platz in meinen Körben zurück.


Herausforderung: Handgelenkschmerzen durch steifes Garn
Interessanterweise brachte dieses Projekt eine unerwartete Herausforderung mit sich. Das Häkeln mit besonders steifem Acrylgarn führte zu Schmerzen in meinem Handgelenk – ein Problem, das ich zuvor nie hatte. Die Lösung? Spezielle Athritis-Handschuhe, die meine Gelenke entlasten.
🪡 Und wie sieht dein Stashbusting-Projekt aus?
Bist du auch dabei, deinen Garnvorrat zu reduzieren? Welche Projekte helfen dir dabei, ungewolltes Garn sinnvoll zu verwerten? Teile gerne deine Ideen in den Kommentaren!
Youtube-Video von ‚Bag-O-Day Crochet‘ für die Granny-Sternen-Decke.