Lasst uns eine neue Rubrik eröffnen – eine, in der wir über unsere eigene Klamotten-Persönlichkeit nachdenken.
Letzten Sommer hat sich bei mir ein Schalter im Kopf umgelegt. Ich habe gemerkt, dass ich meine Kleidung nicht mehr mag – oder besser gesagt: dass sie nicht mehr ICH ist. Früher hatte ich immer einen auffälligen Style – so wie die gefundenen Perlen in Braun, Grün und Türkis (ein paar Posts tiefer). Ich habe nie reingepasst, nie!
Ich war die Freundin mit dem selbstgemachten Schmuck und den grünen Ballerinas statt weißen Sneakern und Röhrenjeans. Vielleicht liegt das an meiner Herkunft oder einfach daran, dass ich nie ein großes Interesse daran hatte, mich anzupassen – und dabei mich selbst zu verlieren. Aber mit den Jahren wurde genau das immer mehr der Fall.
Die gestrickten oder gehäkelten Pullover waren plötzlich pink und lila – und nicht einmal schön gemacht, nur weil das Garn halt da war. Und was bringt mir das? Kleidung, die ich nicht mag und in der ich mich nicht wiedererkenne?
🧶 Der Anfang von etwas Neuem
Also fing ich an, Kleider und Röcke zu stricken und zu häkeln. Ich kaufte Garne, die meinem wiedergefundenen Ich gefallen – und so entstand der weiße Pullover.
Eigentlich sollte er ein Kleid werden, aber durch zu breite Ärmel war am Ende nicht mehr genug Garn übrig. Also musste der Steamer nachhelfen – und tatsächlich: Ich konnte die Länge von 47 cm auf 63 cm strecken!
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✨ Kleine Details, die zählen
Den Sweater habe ich für mich so leicht wie möglich gemacht:
- gehäkelte Bündchen und Kragen,
- zum Schließen des Bodys kam wieder die Häkelnadel zum Einsatz,
- und an den Handgelenken habe ich zusätzlich eine Gummischnur eingefädelt, damit nichts ausleiert.
Warum ich die Bündchen nicht gestrickt habe? Ganz einfach: Weil ich noch kein elastisches Maschenschließen kann. 😄
♻️ Alte Projekte, neue Chancen
Da man die Stunden, Tage und Wochen an Arbeit nicht einfach verwerfen will, habe ich mir vorgenommen, einige Pullover im Schrank zu überarbeiten – falls das möglich ist. Vielleicht lässt sich etwas verlängern (wenn genug Garn da ist), oder man kann mit dem Steamer ein paar Zentimeter herausholen. Und wenn das Design gar nicht mehr passt, kann man das Garn immer noch auseinandernehmen und neu verwenden.
Wenn man zu viel Garn hat, mit dem man sich einfach nicht anfreunden kann, gibt es viele Möglichkeiten:
- Decken für Kinder häkeln (ich habe so schon drei verschenkt),
- Garn an andere weitergeben,
- oder vielleicht sogar einem Kindergarten spenden oder verkaufen.
💭 Fazit
Ich habe für mich gemerkt, dass ich nur schwer loslassen kann – aber gleichzeitig ist es wertvolle Zeit, die ich in Projekte stecke, die am Ende nicht zu mir passen. Darum möchte ich lernen, bewusster zu entscheiden, was wirklich „ich“ ist – in Farbe, Form und Gefühl.
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